18.04.2015
20:00

Kabarett: Bös & Artig - Gabriel Kastañeda

Das erste Solo-Programm des wunderbaren Gabriel Kastañeda.

Eintritt: 10€ Vorverkauf/12€ Abendkassa

Vorverkauf beim TVB in Ried!

 

Sein erstes Solo-Programm mit dem Titel „Bös & Artig" präsentiert der durch seine Zusammenarbeit mit Uli Brée bekannt gewordene Theater- und Drehbuchautor Gabriel Castañeda im Schloss Sigmundsried. Wenn Castañeda als Erwin Steinsberg in der Funktion des Obmanns des Kulturvereins die Bühne betritt, um den Kabarettisten Gabriel Castañeda anzukündigen und dieser nicht erscheint, gilt es für Steinsberg den Abend zu retten.

Kritik zu Bös & Artig aus der Tiroler Tageszeitung:

Zutiefst bös und wenig artig

Landeck – Sein erstes Solo-Programm mit dem Titel „Bös & Artig" präsentiert der durch seine Zusammenarbeit mit Uli Brée bekannt gewordene Theater- und Drehbuchautor Gabriel Castañeda aktuell in Landeck und Grins. Wenn Castañeda als Erwin Steinsberg in der Funktion des Obmanns des Kulturvereins die Bühne betritt, um den Kabarettisten Gabriel Castañeda anzukündigen und dieser nicht erscheint, gilt es für Steinsberg den Abend zu retten.

Freilich, das Konzept scheint ein bekanntes zu sein und man denkt unwillkürlich an „Die Sternstunden des Otto B." mit Otto Schenk. Damit hat es sich aber auch schon mit den Parallelen. Vom ersten Gag an, der wie alle folgenden ungemein auf den Magen schlägt, gibt sich Castañeda in Qualtinger-Manier als gemeingefährliches Subjekt, das seinen Blick vom kleinen braunen Stammtisch aus auf die große Welt wirft und bissig, bösartig, arglistig das Zeitgeschehen kommentiert.

Rassismus, Schönheitswahn, Essgewohnheiten, von stehlenden Polen, gemeingefährlichen Asylanten und Rumänen, von Auswüchsen der Adoption und Namensgebung bis hin zur auf Video festgehaltenen Hausgeburt, Castañeda gibt sich souverän in der Rolle des Sexisten, Rassisten und Besserwissers. Castañeda betreibt allerdings ein subversives Spiel mit Vorurteilen. Der Witz oder besser gesagt die traurige, Betroffenheit auslösende Wahrheit liegt nicht bloß in der Absicht Castañedas, dem Publikum den Spiegel vorzuhalten. Die souveräne Wende kommt zum Schluss, als der echte, an diesem Abend nicht erschienene Castañeda den von Castañeda verkörperten Erwin Steinsberg per Videobotschaft wissen lässt, dass es Erwin Steinsberg gar nicht gibt. Dass er ihn erfunden habe und dass es Erwin Steinsbergers auf der Welt gar nicht geben sollte.

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